Lexikon
Begriffsbestimmungen und verwendete Abkürzungen in alphabetischer Reihenfolge
Auszug aus der MÜHLE-Werksnorm MW 1000
Auszug aus der MÜHLE-Werksnorm MW 1000
Abbescher Grundsatz Abbe principle / principe d' Abbe
Nach dem Abbeschen Grundsatz sollen die zu messende Strecke am Prüfgegenstand und die Vergleichsstrecke an der Maßverkörperung bzw. dem messenden Element in der Messrichtung fluchtend angeordnet sein. Hierdurch werden Messabweichungen, die in Folge von geringen Kippungen bei Messbewegungen auftreten (Messabweichung 2. Ordnung), vernachlässigbar klein. Bei Parallelversatz von Messstrecke und Vergleichsstrecke, also Nichteinhaltung des Abbeschen Grundsatzes, verursachen geringe Kippungen bei Messbewegungen eine Messabweichung (Messabweichung 1. Ordnung), die meist nicht mehr vernachlässigbar klein ist.
Abweichungsspanne [fe]
Die Abweichungsspanne ist der Ordinatenabstand zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt im Abweichungsdiagramm.
Sie gilt jeweils für die gesamte Messspanne bzw. den gesamten Messbereich und wird durch Messungen in einer Richtung, d.h. bei Messuhren mit hineingehendem Messbolzen ermittelt.
Abweichungsspanne in der Teilmessspanne [ft]
Abweichungsspanne in der Teilmessspanne entspricht der Abweichungsspanne fe, sie gilt jedoch nur für eine vorgegebene Teilmessspanne.
Akkreditiertes Kalibrierlabor
Ein akkreditiertes Kalibrierlabor ist ein Labor, das von der jeweiligen nationalen Akkreditierungsstelle eines Landes (in Deutschland die Deutsche Akkreditierungsstelle, DAkkS) regelmäßig überprüft (akkreditiert) wird.
Anwendungsbereich [Awb] application range / étendue d'application
Der Anwendungsbereich ist gleich der Summe aus Verstellbereich und Messbereich wobei jeder Bereich durch seinen Anfangswert und Endwert gekennzeichnet wird.
Anzeige [Az] indication / indication
Die Anzeige ist die unmittelbar mit den menschlichen Sinnen erfaßbare Information über den Meßwert. Sie kann optisch, akustisch oder auf andere Weise vermittelt werden. Bei anzeigenden Meßgeräten werden die Skalenanzeigen, die Ziffernanzeige und sonstige Anzeigen unterschieden.
Bei Maßverkörperungen entspricht die Aufschrift der Anzeige.
Anzeigebereich [Azb] range of indication / étendue des indications
Der Anzeigebereich ist der Bereich zwischen größter und kleinster Anzeige eines Meßgerätes.
Anzeigendes Messgerät measuring instrument / appareil mesureur
Ein anzeigendes Messgerät ist ein Messgerät mit einer Anzeigeeinrichtung, z.B. Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr, Feinzeiger, das zum messen dient.
Bezugsnormal standard basic/etalon de référence
Normal zur Kalibrierung anderer Normale für eine Größenart in einer Organisation oder an einem Ort. (1)
EA (European Accreditation)
Offizielles Netzwerk der nationalen Akkreditierungsstellen in Europa (in Deutschland vertreten durch die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS). Die EA ist gemäß Verordnung EG 765/2008 offiziell anerkannt. Die EA betreibt die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungsergebnissen in der europäschen Union.
Eichen calibrating / étalonner
siehe Kalibrieren
Einstellen setting / régler
Einstellen ist das Verstellen von Prüfmitteln auf ein Maß mit Bezug auf Maßverkörperungen. Wird dabei eine Null-Anzeige angestrebt, so spricht man von einer Null-Einstellung.
Empfindlichkeit [E] sensitivity / sensibilité
Bei Messgeräten mit Skalenanzeigen ist die Empfindlichkeit E gleich dem Verhältnis der Anzeigeänderung L zu der sie verursachenden Änderung M der Messgröße.
E = (L ) / (M)
Bei Längenmessgeräten ist die Empfindlichkeit gleich dem Verhältnis des Weges der Ablesemarke, z.B. der Zeigerspitze, zum Weg des messenden Elements, z.B. des Messbolzens.
Anstelle der Empfindlichkeit E wird bei Längenmessgeräten auch der Begriff Vergrößerung [V] oder Übersetzung [U] synonym verwendet.
Bei Messgeräten mit Ziffernanzeige ist die Empfindlichkeit E gleich dem Verhältnis der Anzahl Z der Ziffernschritte zu der sie verursachenden Änderung M der Messgröße.
E=(Z) / (M)
Fehlergenzen [G]
Fehlergrenzen sind Beträge für untere und obere Grenzabweichungen eines Messgerätes. Der Normalfall in der praktischen Messtechnik sind symetrische Fehlergrenzen. Für diese wird nur ein einziger Wert ohne Vorzeichen angegeben.
Für Fehlergrenzen sind Bedingungen vorgegeben bzw. sie sind zu vereinbaren. Sie können z.B. für eine oder beide Messrichtungen ebenso gelten wie für eine Teilmessspanne oder die gesamte Messspanne bzw. für einen Teilmessbereich oder den gesamten Messbereich eines Messgerätes.
International wird in der Regel die Abkürzug MPE (maximum permissible error) verwendet.
Der Begriff "Toleranz" sollte nicht für die Bezeichnug eines Grenzwertes für eine Messabweichung verwendet werden.
Gebrauchsnormal
Normal, das routinemäßig benutzt wird, um Messgeräte oder Messsysteme zu kalibrieren oder zu verifizieren.
Anmerkung 1: ein Gebrauchsnormal wird im Allgemeinen gegen ein Bezugsnormal kalibriert. (1)
Gesamtabweichungsspanne [fges]
Die Gesamtabweichungsspanne wird durch Messungen in beiden Richtungen, d.h. bei Messuhren mit hinein- und herausgehendem Messbolzen ermittelt.
Grenzlehrung
==> Lehren
GUM (Guide to the expression of uncertainty in measurement - Part 6: Developing and using measurement models)
weltweit anerkannte Standard zur Bewertung und Angabe von Unsicherheiten bei Messungen. Er legt fest, wie Messergebnisse als bester Schätzwert mit zugehöriger Unsicherheit dargestellt werden.
Hysterese hysteresis / hystérésis
Die Hysterese ist die Eigenschaft eines Messgerätes, Ergebnisse aufeinanderfolgender Messungen aus entgegengesetzter Messrichtung der selben Messgröße, ausgeführt unter gleichen Messbedingungen, wiederzugeben.
ILAC
Internationale Vereinigung von Akkreditierungsstellen, die im Bereich der ISO/IEC 17011 agieren und an der Akkreditierung von Konformitätsbewertungsstellen beteiligt sind, einschließlich Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025), Prürlaboratorien (ISO/IEC 17025), Medizinischen Laboratorien (ISO 15189) und Inspektionsstellen (ISO/IEC 17020). (2)
JCGM GUM-6:2020
siehe GUM
siehe GUM
Justieren adjusting / ajuster
Justieren umfasst alle erforderlichen Maßnahmen, mit denen erreicht wird, daß die Abweichung der Anzeige innerhalb der Fehlergrenzen liegt.
Kalibrieren calibrating / étalonner
Kalibrieren ist die Tätigkeit, die unter vorgegebenen Bedingungen die gegenseitige Zuordnung zwischen den ausgegebenen Werten eines Messgerätes oder einer Messeinrichtung oder den von einer Maßverkörperung dargestellten Werten einerseits und den zugehörigen gekannten Werten einer Meßgröße andererseits bestimmen.
Das Ergebnis des Kalibrierens kann z.B. zum Justieren verwendet werden.
Der Begriff "Eichen" ist die Kalibriertätigkeit der staatlichen Eichämter und ist ausschließlich in diesem Zusammenhang zu verwenden.
Kalibrierschein im Rahmen einer Akkreditierung ("DAkkS-Kalibrierschein")
Kalibrierschein, der die metrologishe Rückführbarkeit auf nationale Normale direkt darstellt.
Kleinstmögliche Messunsicherheit
Messunsicherheit, die einem Laboratorium für jede Messgröße sowie festgelegte Messbereiche auf Grund der Beurteilung des Messunsicherheitsbudgets und ggf. durchgeführter Vergleichsmessungen als kleinstmögliche Messunsicherheit zuerkannt wird.
In den Anlagen zu Akkreditierungsurkunden wird dies mit "CMC-Werten" bezeichnet. (CMC Calibration and measurement capabilities (Kalibrier- und Messmöglichkeiten))
Lehre gauge / calibre
Eine Lehre verkörpert Maße oder Formen, die in der Regel auf Grenzmaße bezogen sind.
Lehren gauging / contrôler par calibre
Lehren ist das feststellen, ob bestimmte Längen, Winkel oder Formen eines Prüfgegenstandes die durch Maß- oder Formverkörperung - die Lehren - gegebenen Grenzen einhalten oder in welcher Richtung sie diese überschreiten. Der Betrag der Abweichung wird nicht festgestellt.
Eine Grenzlehrung erfordert zwei Maßverkörperungen, die den beiden Grenzmaßen entsprechen.
Maßverkörperung material measure / mesure matérialisée
Eine Maßverkörperung in der Längenmesstechnik stellt Längen bzw. Winkel durch die festen Abstände bzw. Winkel zwischen Flächen oder Strichen dar. Einstellnormale (z.B. Einstellringe, Einstelldorne und Parallelendmaße) sind Maßverkörperungen.
Messanweisung measuring instruction / condition de mesurage
Die Messanweisung legt die einzuhaltenden Bedingungen und den Ablauf des Messvorganges fest. Messanweisungen für rechnergestütztes Messen werden Messprogramme genannt.
Messbereich [Meb] measuring range / étendue de mesure
Der Messbereich eines anzeigenden Messgerätes ist der Bereich von Messwerten, in dem vorgegebene oder vereinbarte Fehlergrenzen nicht überschritten werden.
Bei Messgeräten mit mehreren Messbereichen können für die einzelnen Messbereiche unterschiedliche Fehlergrenzen gelten.
Der Messbereich ist ein Teil des Anzeigebereiches, er kann auch den gesamten Anzeigebereich umfassen.
Messen measuring / mesurer
In der Längenprüftechnik ist das Messen das Ermitteln des Messwertes einer Länge oder eines Winkels durch Vergleich mit einem Normal, z.B. Maßverkörperung.
In der Längenprüftechnik ist das Messen das Ermitteln des Messwertes einer Länge oder eines Winkels durch Vergleich mit einem Normal, z.B. Maßverkörperung.
Messergebnis [Meg] result of measurement / résultat d'une mesurage
Der Messwert, korrigiert um bekannte systematische Messabweichungen, führt zum Messergebnis.
Das Messergebnis ist wiederum mit einer Messunsicherheit behaftet, die die zufälligen sowie die unbekannten systematischen Messabweichungen umfasst.
Messgröße measurand / grandeur à mesurer
Physikalische Größe, der die Messung gilt, d.h. sie ist die zu messende oder gemessene Länge bzw. der zu messende oder gemessene Winkel
Messkraftumkehrspanne hysteresis of measurement force / réversibilité de force de mesurage
Die Messkraftumkehrspanne ist der Unterschied der Messkräfte bei dem selben Messwert, wenn dieser einerseits bei steigenden und andererseits bei fallenden Werten der Anzeige bzw. der Messkraft erreicht wird.
Messprogramme measuring instruction / condition de mesurage
Schematisierter Ablauf einzelner Prüfschritte. Kann auch mittels Software abgebildet werden.
Messspanne [Mes] measuring span / champ de mesure
Die Messspanne entspricht der Differenz zwischen Anfangswert und Endwert des Meßbereiches.
Messunsicherheit
Schätzwert zur Kennzeichnung eines Wertebereiches, innerhalb dessen der wahre Wert der Messgröße liegt.
Messwert [Mw] measured value / valeur de mesurage
Der Meßwert ist der durch eine Messung ermittelte Wert, er ist somit der Messgröße zugehörig und der Ausgabe (z.B. Anzeige) eines Messgerätes oder einer Messeinrichtung zugeordnet.
Ein Messwert wird als Produkt aus Zahlenwert und Einheit angegeben.
Der Messwert setzt sich aus dem wahren Wert und den zufälligen sowie systematischen Messabweichungen zusammen.
Messwertumkehrspanne [fu] hysteresis error / erreur de réversibilité
Die Messwertumkehrspanne ist die ermittelte Differenz der Anzeigen eines Messgerätes, wenn unter gleichen Messbedingungen der selbe Wert der Messgröße bei ansteigenden und bei abfallenden Werten gemessen wird. Die Messwertumkehrspanne ist das quantitative Maß für die Hysterese. Für diese Streuungskennwerte gilt eine vorgegebene Wahrscheinlichkeit von 95%.
Die Messwertumkehrspanne ist die ermittelte Differenz der Anzeigen eines Messgerätes, wenn unter gleichen Messbedingungen der selbe Wert der Messgröße bei ansteigenden und bei abfallenden Werten gemessen wird. Die Messwertumkehrspanne ist das quantitative Maß für die Hysterese. Für diese Streuungskennwerte gilt eine vorgegebene Wahrscheinlichkeit von 95%.
Die Messwertumkehrspanne kann durch einzelne Messungen an beliebiger Stelle innerhalb der Messspanne bestimmt oder dem Gesamtabweichungsdiagramm entnommen werden.
Messzeuge measuring instrument / appareil mesureur
=> Anzeigendes Messgerät.
=> Anzeigendes Messgerät.
Metrologische Rückführbarkeit / metrological traceability (früher Rückführung/traceability)
Eigenschaft eines Messergebnisses, wobei das Ergebnis durch eine dokumentierte, ununterbrochene Kette von Kalibrierungen, von denen jede zur Messunsiherheit beiträgt, auf eine Referenz bezogen werden kann.
Anmerkung 1 Für diese Definition kann eine 'Referenz' die Definition einer Maéinheit durch ihre praktische Realisierung, ein Messverfahren einschließlich der Maßeinheit für eine nichtordinale Größe oder Normal sein.
Anmerkung 2 Die metrologische Rückführbarkeit erfordert eine feststehende Kalibrierhierarchie.
Anmerkung 3 Die Spezifikation der Referenz muss den Zeitpunkt enthalte, zu dem diese eferenz bei der Erstellung der Kalibrierhierarchie verwendet wurde, zusammen mit jeder anderen relevanten metrologischen Information über die Referenz, z.B. wann die erste Kalibrierung in der Kalibrierhierarchie durchgeführt wurde.
Anmerkung 4 Für Messungen mit mehr als einer Eingangsgröße des Modells der Messung sollte jeder der Werte der Eingangsgrößen selbst metrologisch rückführbar sein, wobei die entsprechende Kalibrierhierarchie eine verzweige Struktur oder ein Netzwerk darstellen kann. Der Aufwand für die Erstellung der metrologischen Rückführbarkeit für jede Eingangsgröße sollte ihrem relativen Beitrag zum Messergebnis entsprechen.
Anmerkung 5 Die metrologische Rückführbarkeit eines Messergebnisses garantiert nicht, dass die Messunsicherheit für einen bestimmten Zweck adäquat ist oder dass keine Fehler vorkommen.
Anmerkung 6 Ein Vergleich zwischen zwei Normalen kann als Kalibrierung angesehen werden, wenn der Vergeich dafür verwendet wird, den Größenwert und die einem der Normale beigeordnete Messunsicherheit zu überprüfen und, falls erforderlich, zu korrigieren.
Anmerkung 7 Die von der ILAC betrachteten Elemente zur Bestätigung der metrologischen Rückführbarkeit sind eine ununterbrochene metrologische Rückführungskette auf ein internationales oder nationales Normal, eine dokumentierte Messunsicherheit, ein dokumentiertes Messverfahren, akkreditierte technische Kompetenz, metrologische Rückführbarkeit auf das SI und Kalibrierintervalle (siehe ILAC P-10:2002) (1)
MPE (maximum permissible error)
siehe Fehlergrenze
Nationales Normal national standards / etalon référence national
Normal, das durch eine nationale Behörde anerkannt ist, in einem Land oder einer Volkswirtschaft als Grundlage dazu zu dienen, Größenwerte anderer Normale für die betreffende Größenart zuzuordnen. (1)
Nationales Metrologisches Institut (NMI)
Ein NMI (National Metrology Institute) ist ein nationales Metrologieinstitut, das für die nationalen Maßeinheiten und Standards zuständig ist.
In Deutschland ist das spezifische Institut die Pyhsikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben. Vergleichsmessungen zwischen den nationalen NMI's sind eine wesentliche Voraussetzung um ein weltweit einheitliches Maßsystem zu etablieren.
Noniuswert [Now] vernier interval / valeur du vernier
Der Noniuswert ist die Änderung des Wertes der Meßgröße, die eine Änderung der Anzeige um einen Skalenteil der Noniusteilung bewirkt.
Null-Einstellen setting / régler
==> Einstellen
==> Einstellen
Prüfen inspecting / contrôler
Prüfen in der Längenprüftechnik ist das Feststellen, ob ein Prüfgegenstand den geforderten Maßen und der geforderten Gestalt entspricht.
Prüfen in der Längenprüftechnik ist das Feststellen, ob ein Prüfgegenstand den geforderten Maßen und der geforderten Gestalt entspricht.
Das Prüfen kann subjektiv durch Sinneswahrnehmung oder objektiv durch Messen oder Lehren erfolgen.
Skalenanzeige scale indication / indication de l'échelle
Eine Skalenanzeige ist der an einer Strichskale ablesbare Stand einer Marke.
Strichskale [Sks] line scale / échelle à traits
Eine Strichskale (Teilung) ist die Aufeinanderfolge einer Anzahl von Teilstrichen auf einem Skalenträger.
Eine Strichskale (Teilung) ist die Aufeinanderfolge einer Anzahl von Teilstrichen auf einem Skalenträger.
Skalenteil [Skt] scale division / division
Teil einer Skale zwischen zwei aufeinanderfolgenden Teilstrichen.
Teil einer Skale zwischen zwei aufeinanderfolgenden Teilstrichen.
Skalenteilungswert [Skw] scale interval / valeur d'une division
Der Skalenteilungwert ist der Betrag der Differenz zwischen den Werten, die zwei aufeinanderfolgenden Teilstrichen entsprechen. Der Skalenteilungwert wird in der auf der Skale stehenden Einheit angegeben.
Der Skalenteilungwert ist der Betrag der Differenz zwischen den Werten, die zwei aufeinanderfolgenden Teilstrichen entsprechen. Der Skalenteilungwert wird in der auf der Skale stehenden Einheit angegeben.
Taylorscher Grundsatz Taylor principle / principe de Taylor
Der Taylorsche Grundsatz bezieht sich auf die Gestaltung und Anwendung von Lehren zur Prüfung von Passteilen. Die Gutlehre, die man mit jedem als gut zu bezeichnenden Prüfgegenstand paaren kann, muß jedem Element der zu prüfenden Werkstückfläche ein eigenes Flächenelement gegenüberstehen. Damit werden sowohl die Form als auch die Maße geprüft. Die Gutlehre muß also so ausgebildet sein, daß sie die zu prüfende Form in ihrer Gesamtwirkung prüft.
Der Taylorsche Grundsatz bezieht sich auf die Gestaltung und Anwendung von Lehren zur Prüfung von Passteilen. Die Gutlehre, die man mit jedem als gut zu bezeichnenden Prüfgegenstand paaren kann, muß jedem Element der zu prüfenden Werkstückfläche ein eigenes Flächenelement gegenüberstehen. Damit werden sowohl die Form als auch die Maße geprüft. Die Gutlehre muß also so ausgebildet sein, daß sie die zu prüfende Form in ihrer Gesamtwirkung prüft.
Die Ausschußlehre, die man mit jedem als gut zu bezeichnenden Prüfgegenstand nicht paaren kann, soll dagegen so kleine Flächenelemente besitzen, daß sie durch Paarung mit sehr kleinen Elementen der zu prüfenden Werkstückfläche das Nichteinhalten des geforderten Grenzmaß anzeigt. Damit werden nur einzelne Maße des Prüfgegenstandes geprüft.
Teilstrichabstand [Ta] scale spacing / longueur d'une division (d'échelle)
Der Teilstrichabstand einer Strichskale ist der längs des Weges der Ablesemarke (z.Bsp. Zeigerspitze) in Längeneinheiten gemessene Mittenabstand zweier benachbarter Teilstriche.
Übersetzung [E] sensitivity / sensibilité
==> Empfindlichkeit
==> Empfindlichkeit
Vergrößerung [E] sensitivity / sensibilité
==> Empfindlichkeit
Verstellbereich [Vsb] adjustment range / étendue de réglage
Der Verstellbereich ist der Bereich der Messgröße, um den der Messbereich verlagert werden kann.
Wahrer Wert
Größenwert, der mit der Definiton einer Größe in Übereinstimmung ist.
Anmerkung 1 Im Messabweichungsansatz zur Beschreibung von Messungen wird davon ausgegangen, dass ein wahrer Wert einer Größe eindeutig, aber in der Praxis nicht ermittelbar ist. Der Unsicherheitsansatz erkennt an, dass auf Grund der naturgegebenen unvollständigen Detailkenntniss in der Definition einer Größe es nicht nur einen einzigen wahren Wert einer Größe gibt, sondern eine Menge an wahren Werten, die mit der Definition konsistent sind. Jedoch ist es im Prinzip und in der Praxis, nicht möglich, diese Werte zu kennen.
Andere Ansätze verzichten ganz auf den Begriff des wahren Werts und beziehen sich auf den Begriff der metrologischen Verträglichkeit von Messergebnissen, uim ihre Gültigkeit zu beurteilen.
Anmerkuing 2 In dem speziellen Fall einer fundamentalkonstanten wird davon ausgegangen, dass die Größe eineen einzigen wahren Wert hat.
Anmerkung 3 Wenn angenommen werden kann, dass die der Messgröße beigeordnete Eigenunsicherheit im Vergleich zu den anderen Komponenten der Messunsicherheit vernachlässigbar ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Messgröße einen "im Wesentlichen einzigen" wahren Wert hat. Dies ist der Ansatz des GUM und der sich darauf beziehenden Dokumente, wobei das Wort "Wahr" als überflüssig angesehen wird. (1)
Wiederholbarkeit [fw] repeatability / reproductibilité
Sie entspricht der Wiederholpräzision. Der Begriff Wiederholbarkeit wird im Zug der Überarbeitung der DIN-Normen durch den Begriff "Wiederholpräzision" ersetzt.
Sie entspricht der Wiederholpräzision. Der Begriff Wiederholbarkeit wird im Zug der Überarbeitung der DIN-Normen durch den Begriff "Wiederholpräzision" ersetzt.
Wiederholpräzision [fw] -- / reproductibilté
Sie ist die Eigenschaft eines Messgerätes, Ergebnisse aufeinanderfolgender Messungen in gleicher Messrichtung und der selben Messgröße, ausgeführt unter gleiche Messbedingungen, wiederzugeben. Die Wiederholpräzision wird durch Streuungskennwerte ausgedrückt.
Sie ist die Eigenschaft eines Messgerätes, Ergebnisse aufeinanderfolgender Messungen in gleicher Messrichtung und der selben Messgröße, ausgeführt unter gleiche Messbedingungen, wiederzugeben. Die Wiederholpräzision wird durch Streuungskennwerte ausgedrückt.
Wiederholgrenze -- / --
Die Wiederholgrenze ist der Grenzwert für die Wiederholpräzision. Dieser ist der Differenzbetrag für einzelne Messwerte, erfasst unter geleichen Messbedingungen und gilt für eine Wahrscheinlichkeit von 95 %.
Die Wiederholgrenze entspricht im quantitativen Sinne dem bisherigen Begriff der Wiederholbarkeit.
Interantionla wir die häufig mit RMPE oder MPER abgekürzt.
Ziffernanzeige numerical (digital) control / affichage numérique
Die Ziffernanzeige ist die Anzeige in Form einer Zahl (Ziffernfolge), die den Messwert diskontinuierlich darstellt.
Die Ziffernanzeige ist die Anzeige in Form einer Zahl (Ziffernfolge), die den Messwert diskontinuierlich darstellt.
Ziffernschritt [Zst] numerical division / échelon d'une échelle numérique
Der Ziffernschritt ist die Differenz zweier aufeinanderfolgender Ziffern der letzten Stelle einer Ziffernskale.
Der Ziffernschritt ist die Differenz zweier aufeinanderfolgender Ziffern der letzten Stelle einer Ziffernskale.
Ziffernschrittwert [Zw] numerical interval / valeur d'échelon d'une échelle numérique
Der Ziffernschrittwert ist die Änderung der Anzeige um einen Ziffernwert. Der Ziffernschrittwert, der dem Skalenteilungswert entspricht, wird in der Einheit der Meßgröße angegeben.
Ziffernskale [Skz] numerical scale / échelle numérique
Eine Ziffernskale ist eine Folge von Ziffern (meist 0 bis 9) auf einem Ziffernträger. Bei einer mehrstelligen Ziffernskale sind einstellige Ziffernskalen in dezimaler Abstufung nebeneinander angeordnet.
Eine Ziffernskale ist eine Folge von Ziffern (meist 0 bis 9) auf einem Ziffernträger. Bei einer mehrstelligen Ziffernskale sind einstellige Ziffernskalen in dezimaler Abstufung nebeneinander angeordnet.
Quellenangabe:
(1) ISO/IEC Guide 99:2007-12
Internationales Wörterbuch der Metrologie - Grundlegende und allgemeine Konzepte und zugehörige Begriffe (VIM) Ausgabe 2007-12
DIN-Media-Verlag, Berlin
(2) Homepage ilac.org (Stand 01_2026)